Warum Schornsteinfeger Zylinder tragen
Ist da was drin im Hut?








Der Zylinder dient auch als Regenrinne





Einst wurde der Hut mit Leckereien gefüllt





Was Schornsteinfeger sonst noch tragen








 
Warum Schornsteinfeger Zylinder tragenVor vielen Jahren durften in Deutschland nur Adelige einen Zylinder tragen. Schornsteinfeger gehörten damals zum Hofstaat und durften die vornehme Kopfbedeckung deshalb ebenfalls aufsetzen – im Unterschied zu den übrigen Handwerkern. Eine Voraussetzung galt es zu beachten:  Die Zylinder tragenden Schornsteinfeger mussten zumindest Geselle sein. Das war damals so und gilt bis heute.
 
Der Zylinder unterscheidet somit nicht nur den Rang, er erfüllt auch wichtige Aufgaben.
So schützt er den Kopf des Schornsteinfegers beim Ausstieg durch das Dachfenster und leistet bei Regenwetter als Regenrinne gute Dienste. Auch zum Aufbewahren und Transportieren wurde der Zylinder gebraucht. Die Schornsteinfeger haben darin früher beispielsweise ihr Frühstück oder Schreibutensilien griffbereit verstaut.
 
Vor noch gar nicht so langer Zeit haben schlaue Schornsteinfeger ihren leeren Hut auf den Herd gestellt, bevor sie aufs Dach gestiegen sind. Kamen sie zurück, war er meist reichlich mit Leckerei gefüllt. Zu Ostern fanden sich oft ein paar Eier darin. Mit einem Schlapphut wäre die „Beute“ wesentlich kleiner ausgefallen. Weißt du warum? Genau! Darin ist nicht so viel Platz wie in einem tiefen Zylinderhut.
 
Neben dem Zylinder trägt der Schornsteinfeger meist einen schwarzen Kehranzug. Dazu gehört der sogenannte Koller. Das ist eine kragenlose Jacke mit goldfarbenem Knopfbesatz. Auch die Schnalle des breiten, schwarzen Gürtels, der über der Jacke getragen wird, ist von goldener Farbe. Die Hose ist ebenfalls schwarz. Manchmal trägt der Schornsteinfeger bei seiner Arbeit ein weißes Tuch vor seinem Mund, damit er keinen Ruß und Staub einatmet. Kommt der Kaminfeger in’ s Haus, hat er einen leichten, sauberen Anzug an, damit er in der Wohnung nichts schmutzig macht.